SUCCESS STORY

Wie sich eine Therapeutin Türen öffnete 

 

Katharina Keiler ist seit über 30 Jahren Psychotherapeutin. Sie hat viel gesehen in ihren Berufsjahren: Menschen in Lebenskrisen, Menschen im Burnout, Menschen mit Depressionen oder Süchten. Und vor allem hat sie Menschen gesehen, die ihre Verletzlichkeit zeigen und die tiefer gehen wollen in der Begegnung mit sich selbst und ihren Emotionen. Katharina liebt diese Interaktionen mit den verschiedensten Menschen. Sie liebt es, einfach nur da zu sein, zuzuhören und die richtigen Fragen zu stellen. Nach vielen Jahren in ihrem Beruf hat sie ihre Nische gefunden. Sie stellte irgendwann fest, dass ihr die Zusammenarbeit mit den jüngeren Patienten am meisten Freude bereitet: mit Kindern und Jugendlichen, die unter Depressionen leiden. 

“Ich liebe es, mit jungen Menschen zusammen zu arbeiten. Natürlich macht es mich traurig zu sehen, wie viele von ihnen bereits tiefe Probleme haben und schwierige Phasen meistern müssen. Aber es erfüllt mich, sie dabei zu begleiten, damit sie als Erwachsene ein erfülltes Leben führen können.”

 

Die psychotherapeutische Arbeit mit Kinder und Jugendlichen war zu Katharinas Zeit noch sehr neu und schnell wurde sie über ihren Wohnort hinaus zur Expertin für diese junge Zielgruppe bekannt. Viele ihrer Patienten und Kollegen versuchten Katharina über die Jahre immer wieder davon zu überzeugen, ihre Erfahrungen niederzuschreiben. Und das knüpfte an einen von Katharinas Werten an: Ihr war es nämlich immer wichtig gewesen, ihr Wissen zu teilen. Ein eigenes Buch würde ihr als Therapeutin zudem auch die Möglichkeit geben, ihre Karriere in neue Bahnen zu lenken. Denn langsam wurde sie der Therapiestunden etwas müde. Sie wollte Seminare leiten und andere Therapeuten inspirieren. Katharina wusste: Ein publiziertes Buch könnte ihr viele Türen öffnen.

 

“Ich wusste, dass ein eigenes Buch meine Karriere wahrscheinlich in die von mir gewünschte Richtung bringen würde. Aber ich hatte einfach keine Ahnung, wie ich das umsetzen sollte.”

Es gibt Menschen, die Bücher schreiben. Aber die nehmen sich eine einjährige Auszeit, mieten sich ein abgelegenes Haus in Südfrankreich, um sich voll und ganz diesem Projekt zu widmen. Dieses Bild hatte Katharina von Autoren und das kam für sie, die auch eine Verpflichtung gegenüber ihren Patienten sowie ihren 3 Kindern hatte, nicht in Frage.  Um ein Buch zu schreiben fehlte ihr schlichtweg die Zeit. So ein Buchprojekt kann man eben schwer zwischen zwei Therapiestunden dazwischen schieben.Und dann war da noch das Schreiben an sich. Das geschriebene Wort war nicht wirklich ihr Ding, sonst hätte sie sicher einen anderen Beruf gewählt. Katharinas Talente lagen eher im mündlichen Austausch und in der Begegnung mit Menschen.

War dies also einer dieser Träume, die sich nie erfüllen würden? Nein, denn eines Tages hörte Katharina über eine Freundin von der Agentur James24, die sich hauptsächlich um Ghostwriting-Projekte kümmert. Bisher dachte sie immer, Ghostwriting wäre etwas, das berühmte Politiker heimlich im Hinterzimmer machen lassen, wenn sie ihre Memoiren veröffentlichen wollen. Aber da ihre Freundin gute Erfahrungen gemacht hatte, schaute sie einmal genauer hin. Und stellte schnell fest: Warum sollte sie nicht jemanden engagieren, um ihre Worte im Kopf gut lesbar auf Papier zu bringen? Am Ende bezahlt man ja auch einen Handwerker, wenn man das heimische Waschbecken nicht selbst installieren kann. Und nicht jeder, der etwas zu sagen hat, kann eben auch gut schreiben. Vor allem so, dass Andere es auch lesen wollen. 

“Als ich mir die Website der Ghostwriting-Agentur anschaute, fiel es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen: Ich kann wirklich ein Buch schreiben”.

Und dann ging alles ganz schnell. Ihre Entscheidung fiel Katharina im März, der Kick-Off mit ihrer Projektmanagerin und ihrem Autor fand bereits einige Tage später statt. Es war ihr wichtig, hier ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen, schließlich ging es bei den Inhalten um sensible Patientengeschichten und ihre persönlichen Gedanken. Aber die Zusammenarbeit klappte super und sie wurde stark in den Prozess einbezogen, so dass das Buch ihre persönliche Note erhielt. Und schon wenige Monate später war ihr Ratgeber für Eltern von depressiven Kindern, bereit für den Druck. Sie entschied sich, erst einmal nicht mit einem Verlag zusammenzuarbeiten, sondern das Werk selbst zu veröffentlichen, um schneller voranzukommen. Es war einer der stolzesten Momente ihres Lebens, als sie das druckfertige Produkt in den Händen hielt. 

Aber Katharina wusste auch, das dies nur der Anfang war und die Hauptarbeit erst noch kommen würde. Sie nutzte die Publikation, um ein Netzwerk aufzubauen, Kontakte zu knüpfen und Gespräche zu starten. Sie schickte Kopien an andere Therapeuten, potentielle Kunden, Seminarleiter etc. Es sollte ja schließlich nicht im Regal verstauben. Seit der Veröffentlichung ihres Buches ergaben sich für Katharina beruflich sowie private neue Möglichkeiten. Und diese kamen aus den unterschiedlichsten Richtungen. Viele ehemalige Patienten kamen wieder auf sie zu. Dies gab ihr die Möglichkeit, mit ihnen nach langer Zeit wieder in Kontakt zu treten. 

“Das Buch erfüllte mir weit mehr als meinen jahrelangen Wunsch, all meine Erkenntnisse und Erfahrungen zu komprimieren, lesbar und damit der Welt verfügbar zu machen. Es brachte meine Karriere in eine völlig neue und aufregende Richtung. Ein Verlag rief mich an, ob wir nicht ein Kinderbuch zum Thema ‘Umgang mit Emotionen’ zusammen veröffentlichen wollen. Schon war die Idee für mein 2. Buchprojekt geboren.”

 

Nach diesem 2. Buch folgten ein eigener Podcast für Eltern und Kinder und mittlerweile spricht Katharina auf internationalen Konferenzen über das Thema der psychotherapeutischen Arbeit mit jungen Menschen und erreicht als anerkannte Rednerin eine große Zielgruppe.

“Es ist wirklich aufregend. Ich wusste, dass ein Buch Dinge verändern kann, aber ich hätte nicht gedacht, wie viele neue Möglichkeiten es mir eröffnen würde.”