Gesundheit 2050: Corona als Chance für eine Gesundheitsbewegung

Die Coronakrise hat uns gezeigt, wie irreführend Daten und Statistiken sein können. Aber sie hat uns auch gezeigt, welchen Stellenwert Gesundheit und Menschenleben wirklich für uns haben. In dieser Folge zeige ich, was die Coronakrise mit der Klimakrise zu tun hat und wir Corona als Chance sehen und nutzen sollten, eine Gesundheitsbewegung zu starten, die vergleichbar ist mit der Klimabewegung. 

Ich bin ja selber großer Fan von Podcasts. Allerdings finde ich, dass die meisten noch sehr eintönig sind und die Möglichkeiten, die so ein Format bietet, noch nicht entfaltet werden. Da ist noch viel Raum für Kreativität. Ich hab deswegen in dieser Folge mal was ausprobiert und jedes Kapitel nochmal als Gedicht im Poetry Slam Style zusammengefasst. Hab‘ ich zwar noch nie gemacht und eigentlich keine Ahnung davon wie das geht, aber auf jeden Fall Spaß dran gehabt. Gebt mir da gerne mal Feedback, wie euch das so gefallen hat 🙂 

 

1 Aktivismus

 

1.1 Alle gucken auf die Kurve

Alle sprechen über flatten the curve, also die Kurve und wie man diese abflachen kann und Corona eindämmen kann.

Und da gibt es die eine Gruppe die sagt:
Das ist total wichtig und alle sollten mitmachen.
Und die andere Gruppe, die sagt: Das ist alles übertrieben und Panikmache.

Aber irgendwie sprechen alle über die Kurve.
Und keiner über die Gerade.

Dabei ist das doch die Stellschraube
Bei der wir richtig(!) was bewegen können.

 

1.2 Keiner guckt auf die Gerade

Die Kurve steht für die Nachfrageseite,
also für die Patienten die auf gesundheitliche Betreuung angewiesen sind.
Die Gerade hingegen gehört zur Angebotsseite und steht
– zumindest im engeren Sinne –
für die absolute Kapazität der Krankenhäuser:
Also wie viel Menschen können wir gleichzeitig behandeln.

Aber eigentlich steht die Gerade ja nicht nur für Kapazitätsgrenze, sondern für viel mehr als das.

 

„Die Gerade steht für die Grenzen des Gesundheitssystems insgesamt.“

 

Und das umfasst nicht nur die mengenmäßige Kapazität, also wie viele Menschen können wir gleichzeitig behandeln?,
sondern auch qualitative Dimensionen, also wie gut ist eigentlich die ärztliche Behandlung?
oder wie sind Arbeitsbedingungen von einem Pfleger oder der Krankenschwester?

 

„Wenn wir jetzt schon im großen Stil Projekte aufsetzen, um am Ende Leben zu retten
und dafür richtig viel Geld in die Hand nehmen, dann lass uns das doch nachhaltig machen,
also so, dass wir auch nach der Coronazeit was davon haben.“

 

1.3 Verzicht mit Aktivismus ergänzen

Für die meisten Probleme gibt es 2 Arten von Lösungen:
die aktive und die passive Art.

Wenn du abnehmen willst, kannst du entweder weniger essen, weniger Kalorien aufnehmen, weniger von etwas machen.
Oder du kannst mehr Sport machen, mehr Kalorien verbrennen, mehr von etwas machen.
Am besten ist natürlich beides. Aber man neigt dazu sich für die Lösung zu entscheiden, bei der man weniger von etwas machen muss, auf etwas verzichten muss.

In der Corona-Situation sehen wir das Gleiche.
Es gibt 2 Stellschrauben an denen wir drehen drehen können:
Abflachen der Kurve, was mit Verzicht einhergeht, also ein passiver Lösungsansatz.
Oder Verschieben der Grenze, wo man ein bisschen mehr machen muss, aber dafür vielleicht auch ein bisschen weniger verzichten muss und vor allem langfristig mehr davon hat.

Es gibt also 2 Stellschrauben, an denen wir drehen können, um das Corona-Problem zu lösen.
Die Kurve und die Gerade.

 

„Wir sollten jetzt mal anfangen mehr über diese Gerade zu sprechen und wie wir diese nach oben
verschieben können.“

 

„Lass uns an beiden drehen, nicht nur an einer. Nicht nur „flatten the curve“, sondern auch „raise the bar““

 

Gesundheit 2050 Corona als Chance Raise the bar

 

Lass uns Verzicht mit Aktivismus ergänzen
Und unseren Handlungsspielraum nicht künstlich begrenzen

Lass uns die Kurve abflachen
Und die Gerade verschieben

Lass doch an beiden Schrauben drehen
und (nicht nur) Corona besiegen

 

 

2 Folgeschäden

 

2.1 Wir sollten ein Bewusstsein für Folgeschäden schaffen

Wenn wir die Schäden von Corona bewerten, dann trennen wir strikt zwischen den Toten mit oder durch Corona und den wirtschaftlichen Schäden. Und wir tun so, als wenn das eine mit dem anderen überhaupt gar nichts zu tun hat.

Fakt ist aber: In wirtschaftlichen Schäden stecken immer auch Menschenleben. Einen wirtschaftlichen Schaden in eine Zunahme von Todesfällen umzurechnen. Ist natürlich sehr schwierig, weil die Auswirkungen ja sehr indirekt sind.

 

„Nur weil wir etwas schlecht messen können, heißt es nicht, dass wir es ignorieren sollten.“

 

Eine Studie zu Folgeschäden der Finanzkrise kommt zum Ergebnis, dass die Finanzkrise eine halbe Million Menschenleben gekostet hat. Die Zahl umfasst jetzt aber nur Krebskranke und auch nur Menschen aus den OECD Ländern. Das heißt, es sind eine halbe Million Menschen an einer Krankheit – Krebs – gestorben, die sonst nicht gestorben wären, also wenn es im Gesundheitssystem keine Einsparungen gegeben hätte. Und da das jetzt nur OECD Länder umfasst können wir davon ausgehen, dass es weltweit mehrere Millionen Menschen sind und zwar „nur“ an den sogenannte wirtschaftlichen Folgen.

 

2.2 Die Klimabewegung zeigt, dass es geht

Wir neigen halt dazu, Dinge die sichtbar sind und bei denen wir einen direkten Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung herstellen können, stärker zu Gewichten als Dinge, die nicht so sichtbar sind, sich über viele Ecken auswirken und über einen längeren Zeitraum erstrecken, also sowas wie Folgeschäden oder indirekte Kosten.

Das ist übrigens nichts anderes bei der Klimadiskussion, wo wir ja auch die Situation haben, dass z.B. ein Auto CO2 ausstößt und der Umwelt schadet, und dieser Schaden für die Umwelt halt nicht im Verkaufspreis für das Auto berücksichtigt ist.

 

„Wir bezahlen mit Umweltressourcen, die begrenzt sind. Nur, dass die eben einfach keiner bezahlt.“

 

Und ursprünglich war es wahrscheinlich auch so, dass man sich da nichts bei gedacht hat, also sich gar nicht bewusst war, dass es da überhaupt ein großartigen Schaden gibt.

Irgendwann wurde das dann klar. Es entstand ein Bewusstsein dafür und auch die ganze Klimabewegung.

Und genauso ist es hier jetzt auch.

 

„Lass uns ein Bewusstsein dafür schaffen, dass wirtschaftliche Schäden auch Folgeerscheinungen haben, die wir nicht so gut sehen und nicht so gut messen können, aber die eben da sind und die wir berücksichtigen sollten, zumindest dann, wenn wir „Menschenleben retten“ nicht nur als Floskel nutzen, sondern als ernsthaftes Ziel verfolgen.“

 

 

Wenn wir was nicht messen können,
Und es deshalb ignorieren,

Sollten wir vielleicht mal,
‚N anderen Ansatz probieren

Die Klimabewegung,
Die zeigt uns, dass es geht

Fürs in Folgeschäden denken
Ist’s noch nicht zu spät

 

3 Medien

 

3.1 Wer am lautesten schreit hat recht?

Ist uns das Leben eines Corona Patienten mehr wert als das Leben eines Grippe Patienten?

Oder als das Leben eines Menschen, der vorzeitig stirbt, weil z.B. durch wirtschaftliche Schäden nicht genügend Geld für Vorsorgeuntersuchugen da war?

Und was ist eigentlich mit psychischen Krankenheiten? Depressive Menschen, die durch eine finanzielle Notlage, aufgrund von wirtschaftlichen Schäden, ein höheres Suizidrisiko haben?

Und wie viel ist das Leben eines Corona Patienten wert im Vergleich zu dem eines afrikanischen Kindes, das jetzt einfach mal verhungert weil die Gelder da angezogen werden. Was ja gerade passiert.

Und nun wird`s die einen geben, die dem zustimmen und sagen: Ja, es ist unfair, wenn wir Menschenleben nicht als gleichwertig betrachten und Ressourcen nicht nach größtmöglichem Nutzen verteilt werden, also z.B. so, dass möglichst viele Leben gerettet werden.

Und dann wird es die andere Gruppe geben, die sagt: Man sollte Menschenleben nicht gegeneinander aufrechnen, selbst wenn dadurch mehr Leben gerettet werden können.

Mir geht’s jetzt aber gar nicht darum, die Frage zu beantworten.

Mir geht es darum, einen Punkt rauszuarbeiten, bei dem mir wahrscheinlich beide Seiten zustimmen werden.

Und zwar darf es nicht sein, das solche Fragen von der medialen Präsenz eines Themas beantwortet werden.

 

 „Es darf nicht sein, dass das Aufmerksamkeitspotential einer Headline bestimmt, wie wir uns zu medizinethischen Fragen positionieren.“

 

Genau das passiert aber. Nicht nur beim Corona-Thema, sondern auch z.B. beim Flüchtingsthema.

Wir haben 3.000 Verkehrstote pro Jahr in Deutschland und so gut wie keine durch Flüchtlinge verursachten Toten. Wir haben also vielleicht 100 bis 1000 Mal mehr Tote durch Verkehrsunfälle als durch Flüchtlinge und gleichzeitig aber 100 bis 1000 Mal mehr kritische, angstmotivierte Berichterstattung zum Flüchtingsthema.

 

„Es gibt eine Diskrepanz zwischen der Relevanz eines Themas und der medialen Präsenz.“

 

Und das führt dann im ersten Schritt zu einer irrationalen Angst und im zweiten Schritt zu einer suboptimalen Ressourcenverteilung.

 

3.2 Diskussionskultur

Wir sprechen die ganze Zeit über Eindämmungsmaßnahmen, also Strategien und Wege, um das Corona-Problem zu lösen, aber verlieren dadurch, glaube ich, aus den Augen, worum es uns eigentlich geht.

Ich glaube es macht Sinn, sich, gerade in der öffentlichen Debatte, viel mehr über Ziele zu diskutieren und weniger über Wege, also viel mehr über das WAS und weniger über das WIE.

 

„Wir sollten öffentlich viel mehr darüber diskutieren, was wir eigentlich wollen.“

 

In der Coronazeit hat man gesehen, dass öffentlich total viel über Daten und Statistiken gesprochen wird. Und ich gehöre ja zu den Leuten, die finden, dass sich politische Entscheidungen viel stärker an Forschung und Wissenschaft orientieren sollten. Insofern war es erstmal für mich ein Erfolg und schön zu sehen, dass Experten eine sehr hohe mediale Präsenz bekommen. Alle 20 Sekunden wird ein Forschungsergebnis veröffentlicht und eigentlich bekommt es keiner mit. Aus wissenschaftsjournalistischer Perspektive ist das natürlich jetzt mega zu sehen, dass Daten, Statistiken und Forschungsergebnisse den Leuten zugänglich gemacht werden.

Aber selbst Wittgenstein hat ja schon festgestellt, dass Wissenschaft uns nicht beantworten kann, wo wir eigentlich hin wollen.

 

„Die Wissenschaft definiert keine Ziele. Sie hilft uns Ziele zu erreichen.“ 

 

Die Wissenschaft kann uns nicht sagen was wir wollen. Sie kann nur das WIE beantworten und nicht das WAS.

 

„Selbst wenn alle wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, wissen wir immer noch nicht, was wir machen sollen.“

 

Denn was wir machen sollten ist abhängig von dem was wir können und wollen.

 

„Die Wissenschaft kann uns sagen was wir können, aber nicht was wir wollen.“

 

Und außerdem sind öffentliche Debatten immer emotional und führen zu einer Emotionalisierung eines Themas. Wissenschaft hingegen will so objektiv und rational sein wie möglich. Das passt nicht so richtig zusammen.

Ich finde deswegen, dass wir öffentlich viel mehr über Themen diskutieren sollten, bei denen Emotionen nicht schaden, sondern im Gegenteil, sogar förderlich sind. Und dazu gehören Themen, die mehr die Ziele betreffen, das WAS, und weniger die Strategie, das WIE.

Ich finde wir sollten Forschung Menschen zwar zugänglich machen, aber den Fokus in öffentlichen Debatten darauf legen, was wir eigentlich wollen.

 

„In was für einer Welt wollen wir leben?“

 

Lass uns anfangen, die richtigen Fragen zu stellen und ein Umfeld schaffen,
in dem Politiker Fragen stellen können, ohne sofort die passenden Antworten darauf zu haben.

 

„Lass uns ein Umfeld schaffen, in dem Politiker sich trauen, die ganz großen Themen anzusprechen, ohne Angst haben zu müssen, medial gebasht zu werden.“

 

 

Wenn die Medien schreien
Und alle blind folgen,

Lass uns ’n Ziel anvisieren,
Statt unsere Zeit zu vergeuden

Lass mal ’n Rechner rausholen
Und mal den Impact bewerten

Statt nur blind zu vertrauen
Auf irgendwelche Fernsehgelehrten

Lass uns zuhören und staunen,
statt zu haten und zu fluchen

Auf sachlicher Ebene diskutieren?
Ja, lass doch einfach mal versuchen.

Weniger Bashing,
Weniger Empörungskultur

Stattdessen viel mehr Raum
für ’ne Visionszufuhr

Ja, Visionen, Utopien
und die Ganz großen Themen

Warum denn nicht?
Statt nur so auf der Stelle zu stehen

 

4 Die ganz großen Themen

Lass uns doch den Rückenwind, der gerade da ist, weiter nutzen,
also das Bewusstsein für Gesundheit und die Motivation und auch Investitionsbereitschaft, die gerade da ist.

Lass uns das doch nutzen, um nicht nur das Coronaproblem zu lösen, sondern damit – im gleichen Zuge – auch die anderen wirklich ganz(!) großen Baustellen in der Gesundheitswelt anzugehen.

4.1 Keime

In Deutschland sterben jährlich 20.000 Menschen an Krankenhauskeimen. Das Robert Koch-Institut schätzt, dass dadurch 250.000 Lebensjahre verloren gehen.

Eine der großen Fragen wäre also: Wie können wir die Zahl der Patienten, die an Krankenhauskeimen sterben verringern?

 

4.2 Daten

 

20% aller Krankheitsdiagnosen sind falsch. Allein daran sterben zig-tausend Menschen jedes Jahr.“

 

Mit einer besseren Verwertung von Patientendaten könnte man hier einiges bewegen. Das Problem ist natürlich, dass Patientendaten sensibel und deswegen abgeschottet sind.

Die Frage ist also: Wie kann man Patientendaten anonymisieren, also soweit abstrahieren, dass kein Rückschluss mehr auf die Person möglich ist? Also wie schaffen wir es, das gigantisch Potential zu entfalten, auch für Forschung und Medikamente? Und gleichzeitig eben sicherzustellen, dass die Daten nicht missbraucht werden?

 

4.3 Präventivmedizin

 

„Die meisten Menschen müssten nicht an Krankenheiten sterben, wenn wir eine richtig gute Vorsorge hätten.“

 

Das sagt zumindest die EU.

Die meisten Menschen müssten nicht an Krankenheiten sterben. Krass.

Die Frage ist also: Wie schaffen wir es Krankheiten besser vorherzusagen?

 

4.4 Anreize

Die Pharmabranche profitiert davon, wenn Menschen krank werden und auch bleiben.
Nun kann man sagen: Solche Interessenkonflikte sind zwar ärgerlich, aber die gibt es nun mal in der Wirtschaft.

Ich hab den amerikanischen Wahlkampf so ein bisschen verfolgt und da hat jemand festgestellt, dass das GDP, also das amerikanische BIP gestiegen ist, die Wirtschaft ist gewachsen. Aber gleichzeitig ist die Lebenserwartung der Menschen gesunken.

 

„Die Wirtschaftsleistung wird an Kennzahlen gemessen, die nichts darüber aussagen, worum es uns eigentlich geht.“

 

Und das führt natürlich auch zu komplett falschen Anreizen.

Und da habe ich mich gefragt, ob wir uns als Gesellschaft wirklich an den richtigen Zielen und Kennzahlen orientieren.

 

„Wie hoch ist die Aussagekraft, von einem BIP wirklich?“

 

Denn eigentlich sollte eine Wohlstandskennzahl, doch was darüber aussagen, wie gut es uns geht.

Ich glaube es macht Sinn, die Wirtschaftsleistung viel stärker an qualitativen Zielen zu messen, also daran, welche Auswirkungen es auf unser Leben hat.

Lass uns doch das BIP ersetzen, oder zumindest ergänzen, durch Ziele und Kennzahlen, die uns viel näher sind und wichtiger sind.

Sowas wie die Lebenserwartung oder auch einfach die subjektive Zufriedenheit,
die dann z.B. jedes Jahr in einem Fragebogen erfasst und gemessen wird.

Also würde es nicht vielleicht Sinn machen, sich politisch ganz oben Gesundheitsziele zu setzen, diese mit Kennzahlen zu hinterlegen, und dann

– und das ist der anspruchsvolle Teil –

finanzielle Anreize zu setzen, sowohl für die Wirtschaft,
als auch für die Politiik auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene
und dann jedes Jahr zu messen, wo wir stehen
und dann Belohnungen für das Erreichen von Zielvorgaben zu vergeben?

Ich glaube, dass würde zu weniger Interessenkonflikten, besseren Anreizen und mehr Lebensqualität führen. Und natürlich auch zu mehr Gesundheit. Darum ging es ja hier 🙂

 

 

„Lass uns das BIP als Wohlstandskennzahl ersetzen
durch Ziele und Kennzahlen,
die uns viel näher und wichtiger sind, sowas wie die Lebenserwartung
oder auch einfach die subjektive Zufriedenheit.

Lass uns jedes Jahr gucken, wo wir stehen
und diejenigen belohnen, die was dazu beigetragen haben.

 

 

Ok ich bin jetzt ein bisschen ausgeschweift.

Worauf ich hinaus will:
Wir haben also jetzt durch die Corona Krise die Chance,
unser Gesundheitsangebot und unser Gesundheitssystem
auf ein ganz neues Level zu katapultieren
und nach der Krise dann
– zumindest was die Gesundheit angeht,
was ja eigentlich so ziemlich das wichtigste ist –
deutlich besser dazustehen als vorher.

 

Ob Sozialpädagogen
Oder Altenpfleger Fünfter Stufe

Am Ende sind’s doch alles
Auch Gesundsheitsberufe

Und jetzt mal offen gesprochen,
Dann ist doch da ’ne Diskrepanz,

Zwischen Höhe der Bezahlung
Und Systemrelevanz

Wie wär’s denn, wenn wir Anreize setzen,
Belohnungen meinetwegen,

Und dann denen mehr geben,
Die auch wirklich was bewegen

Lass doch erstmal sinnvolle Ziele definieren
Und die auch messbar machen

Um Ressourcen dann auch so zu investieren,
Dass wir möglichst viele leben retten und möglichst wenig verlieren.

Ja, wie soll das denn nu weiter gehen?

Brauchen wir vielleicht ein neues
Gesundheitssystem?

 

Alles was es gibt
Gab es Vorher nicht

Das nicht vorhanden sein von etwas
Ist also wesentlich

Für die Schöpfung von Neuem
All den Ideen und Problemlösungen von Leuten

Nur weil du keine siehst,
Hat das nichts zu bedeuten

Lass uns Probleme
Als Fragen mit versteckten Antworten sehen

Im ersten Schritt
Erstmal das Thema richtig verstehen

Während andere zurückgelehnt und passiv zuschauen,
Lass uns doch gemeinsam an ’ner Lösung mal bauen

Erst ganz allgemein
Und dann ganz konkret

Lass uns die Vormacher sein,
Und zeigen was geht 

 

5 Gesundheitsbewegung

Lass uns das Gesundheitsthema mit der gleichen Kraft und Leidenschaft vorantreiben wie das Klimathema.

Und lass uns aufhören zu nörgeln, mal was wagen und vom Wutbürger zum Mutbürger werden.

Lass uns ein Umfeld schaffen, in dem jeder einen Beitrag leisten und Teil der Lösung sein kann.

Lass uns der Gesundheit den Stellenwert geben, den sie verdient